TSV Pfungstadt schreibt Geschichte
(14.03.2011)
Zum ganz großen Wurf reichte es bei den nationalen Titelkämpfen jedoch nicht. Im Halbfinale musste man sich dem TV Stammheim geschlagen geben, der im Finale Vaihingen/Enz den Vortritt lassen musste. Im kleinen Finale setzte sich der TSV gegen den VfK Berlin mit 3:0 durch.
„Zwar hatten wir gehofft, dass wir die erste Mannschaft sein würden, die in Feld und Halle den Titel als Aufsteiger holen. Die Bronzemedaille ist aber ein großer Erfolg, und in die Geschichtsbücher haben wir uns trotzdem eingetragen. Seit 1977 stehen zum ersten Mal wieder drei Mannschaften aus der Südstaffel auf dem Treppchen“, gibt sich Sebastian Thomas nach dem gewonnen dritten Platz zufrieden mit der Ausbeute seiner Mannschaft.
In der Vorrunde qualifizierte sich der TSV Pfungstadt über eine 2:3-Niederlage gegen Vaihingen/Enz und einem deutlichen 3:0 über den Ahlhorner SV für die Endrunde am Sonntag. Im dritten Spiel der Gruppe verlor der TV Vaihingen sein Spiel gegen Ahlhorn mit 2:3 und trat am Sonntag gegen den VfK Berlin im Halbfinale an. Berlin hatte sich durch beeindruckende Siege gegen Stammheim und Hammah den Gruppensieg erkämpft.
Der gastgebende MTV Hammah zog dann im entscheidenden Gruppenspiel gegen Stammheim den Kürzeren und musste seine Hoffnungen auf den Titel in eigener Halle bereits samstags begraben.
„Die Vorrunde ist schon ein bisschen kurios gelaufen. Berlin und wir haben uns nur über den dritten Platz in der Runde für die Deutschen qualifiziert und qualifizieren uns doch für das Halbfinale als Gruppensieger. Jetzt kommt mit Stammheim natürlich ein großer Gegner auf uns zu. Wir werden aber alles daran setzen, ins Finale einzuziehen“, gab sich Ajith Fernando im Vorfeld des Halbfinals kämpferisch.
Dass es am Ende nicht zur Finalteilnahme in einem hart umkämpften Spiel reichte, lag zum einen an den stark aufspielenden Stammheimern und an zu vielen vermeidbaren Fehlern auf Pfungstädter Seite. Nach 0:2-Rückstand kämpfte sich der TSV noch mal heran, musste sich aber nach gewonnenem dritten Satz mit 1:3 geschlagen geben.
„Stammheim hat verdient gewonnen. Auf jeder Position waren sie den kleinen Tick abgebrühter und besser, was auf diesem Niveau einfach den Unterschied ausmacht“, zeigte sich Dieter Thomas nach Spiel gefasst. „Jetzt wollen wir im Spiel um Platz drei noch ein Mal voll angreifen und uns den Platz auf dem Treppchen sichern.“
Der VfK Berlin hatte im zweiten Halbfinale das Nachsehen und konnte gegen den TV Vaihingen nicht an die Leistung des ersten Tages anknüpfen. Somit kam es im kleinen Finale zur Neuauflage des Finales des Sommers, in dem sich Pfungstadt mit 3:1 den DM-Titel sichern konnte.
In einem Spiel, in dem beiden Mannschaften anzumerken war, dass sie mit großem Aufwand ihre vorherigen Partien bestritten hatten, hatte der TSV am Ende die besseren Reserven und konnte sich mit 3:0 durchsetzen.
Die nächsten zwei Wochen werden die Faustballer zur Regeneration nutzen, bevor die Vorbereitung auf die Feldsaison beginnt.
Die Mannschaft bedankt sich auf diesem Wege noch ein Mal bei allen Gönnern, Sponsoren, Helfern und allen anderen, die zu den Erfolgen der letzten Saisons ein großes Stück beigetragen haben.
Nick Trinemeier