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Pfungstadts Siegesserie kennt keine Grenzen

Pfungstadts Siegesserie kennt keine Grenzen

(29.06.2011)
Am vergangenen Doppelspieltag der 1. Faustball Bundesliga Süd konnte sich Pfungstadt auch gegen die Offenburger FG sowie Tabellendritten TV Vaihingen fast problemlos durchsetzen. Beide Partien endeten mit 5:0 für die Südhessen. Pfungstadt ist somit bereits 4 Spieltage vor Saisonende für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Beim Europapokal am kommenden Wochenende misst sich Pfungstadt zudem mit der europäischen Elite.

Eine Woche vor dem Europapokal im schweizerischen Flums musste sich Pfungstadt noch einmal mit einem Doppelspieltag in der Runde beweisen. Gegner der Pfungstädter Mannschaft um Nationalangreifer Patrick Thomas waren samstags zunächst die Offenburger FG und am nächsten Tag der TV Vaihingen. „So kurz vor dem Europapokal war es natürlich gut gegen zwei starke Mannschaften wie Offenburg und Vaihingen zu spielen. Dadurch konnten wir die beiden Rundenspiele optimal nutzen, um uns für den Europapokal einzuspielen, wo wir es mit der europäischen Elite zu tun bekommen.“ begrüßte Sebastian Thomas das Aufeinandertreffen mit den beiden badischen Teams.

Nachdem Patrick Thomas vergangene Woche gegen Rosenheim verletzungsbedingt aussetzen musste, gab Team-Physiologin Kirsten Oehlert nach einwöchiger Therapie das OK für einen Einsatz gegen Offenburg. So hatte Pfungstadt auch seinen zweiten Angreifer wieder, der jedoch beim Aufwärmen noch mit Vorsicht spielte. Doch mit Spielbeginn und einsetzenden Regen war die Verletzung vergessen und Thomas trumpfte mit seinen gewohnten harten Angriffsschlägen auf. In einem einseitigen ersten Satz überzeugte Pfungstadt auf ganzer Linie und gewann diesen mit 11:4. Doch wie schon öfters schlichen sich nach gewonnenem Satz immer mehr Fehler und Unkonzentriertheiten ins Pfungstädter Spiel. Dadurch fand Offenburg besser ins Spiel, verlor jedoch im Endspurt an Luft und musste auch die Sätze 2 & 3 (11:9; 11:8) abgeben.

Nach der Satzpause durfte auch der Youngster Hendrik Vetter ans Werk, der für Andrew Fernando kam. Des Weiteren tauschte Patrick Thomas zu seiner Schonung mit Nick Trinemeier die Seite. Trotz der vielen Veränderungen auf Seiten der Pfungstädter blieben sie sich ihrer Linie treu. Der vierte sowie der fünfte und letzte Satz konnten beide mit 11:5 und 11:6 gewonnen werden, was zu einem Endstand von 5:0 führte.

Am nächsten Tag reiste Pfungstadt schließlich zum Topspiel nach Vaihingen (Enz). Dort kam es zum Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenersten Pfungstadt und dem Tabellendritten Vaihingen. Bei strahlendem Sonnenschein fanden mehrere hundert Zuschauer ihren Weg zum Faustballplatz, wo sich ein überragendes Spiel anbahnte. Beide Mannschaften wollten hier auf keinen Fall Punkte lassen und entsprechend hitzig ging es bereits nach der Begrüßung der Mannschaften zu, als sich Vaihingen mit dem Kampfspruch „Wir schlagen Pfungstadt!“ auf das Spiel einstimmten. Doch bereits mit dem ersten Satz kam die Ernüchterung. Obwohl Pfungstadt im Angriff mit der Punkteverwertung zu kämpfen hatte, so war es dennoch der Tag der Pfungstädter Abwehr. In immer spektakuläreren Abwehraktionen brachten sie TV V-Angreifer Kolja Meier zur Verzweiflung. In einem hochspannenden ersten Satz musste Vaihingen dadurch am Ende den Kürzeren ziehen und verlor diesen mit 10:12 an Pfungstadt. Im zweiten Satz kam Andrew Fernando für Hendrik Vetter, der nach guter Leistung am Vortag gegen Vaihingen in der Pfungstädter Starting-Five stand.

Mit dem zweiten Satz fand Thomas auch besser ins Spiel und Pfungstadt gewann diesen sowie den dritten Satz mit 11:8. Trotz einer Pfungstädter 3:0-Satzführung zur Satzpause gab Vaihingen nicht auf und kämpfte weiter. Doch Pfungstadt war zu dieser Zeit bereits in einen Lauf gekommen und behielt auch im vierten Satz die Oberhand. Mit dem erneut eingewechselten Vetter gewann man 11:7.

Der fünfte und letzte Satz entwickelte sich jedoch interessant. Nachdem Pfungstadt bereits früh in Führung ging, kam es in den letzten paar Ballwechseln des Spiels zu einem erneuten Aufbäumen der Vaihinger Mannschaft. Zwischenzeitlich lag Pfungstadt mit 9:7 vorne, bevor Vaihingen noch einmal Gas gab und nach einer strittigen Linienrichterentscheidung zu Gunsten von Vaihingen auf ein 10:10 verkürzte. Doch Pfungstadt bewies den längeren Atem im Endspurt und punktete zum 10:12 Endstand. So konnte Pfungstadt auch die zweite Partie des Wochenendes mit 5:0 gewinnen und ist somit bestens in Form für die anstehenden Spiele beim Europapokal in Flums. „An diesem Wochenende konnten wir noch einmal für den Europapokal verschiedene Aufstellungen und Taktiken ausprobieren. Dass wir trotzdem keinen einzigen Satz in beiden Partien verloren haben hat sogar uns überrascht. Gleichzeitig zeigt es jedoch auch dass wir in bester Form für den Europapokal sind.“ resümiert Hendrik Vetter die großartige Leistung vom Wochenende.

Ob Pfungstadt diese Leistung auch am Europapokal bringen kann, wird sich am Samstag im Halbfinale gegen die Union Freistadt zeigen. Diese Mannschaft aus Österreich um den brasilianischen Angreifer Jean Andreoli gewann 2010 bereits den Europapokal und steigt somit als Favorit in dieses Turnier ein. „Mit Union Freistadt haben wir gleich zu Beginn eine harte Nuss zu knacken. Positiv ist jedoch, dass wir ohne Druck einfach frei aufspielen können. Auf jeden Fall freue ich mich auf unsere Premiere im internationalen Geschehen und bin gespannt, wie weit wir es bringen können.“ so Zuspieler Sebastian Thomas.

(Hendrik Vetter)

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Pfungstadt holt Bronze beim Europacup Dieburg mit guter Leistung und zwei Siegen